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Problemstellung:
Am Gelände der Technischen Universität in Graz soll in der Petersgasse/Schörgelgasse, im Bereich zwischen Biochemie und Chemieinstitut ein Biokatalysezentrum errichtet werden. Das Gebäude wird aus einem Kellergeschoß und 6 Stockwerken bestehen. Die Grundfläche beträgt ca. 22x28 m.
Zum Zwecke der Planung und Ausschreibung wurde von der BIG/IMB ein Bodengutachten angefordert, dass Rückschlüsse über den geologischen Aufbau des Untergrundes, der Grundwassersituation und den erforderlichen Bodenkennwerten liefert.
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Projektbeschreibung:
Aufgrund umwelttechnischer Auflagen, sollte mit möglichst schonendem Aufwand erkundet werden, damit größere Flurschäden und Schäden an der bestehenden Flora gering gehalten werden können. Zur Untergrunderkundung wurden deshalb zwei Baggerschürfe und drei Rammsondierungen durchgeführt.
Die Schürfe und die Rammsondierungen zeigten, dass der Untergrund des gegenständlichen Grundstückes anthropogen stark verändert wurde und sehr heterogen aufgebaut ist. Es konnte eine trichterförmige Morphologie erkannt werden, die auf einen wieder verfüllten Krater hindeutet. Als Verfüllungsmaterial wurden vorwiegend Steine und Blöcke aus Kalk und Gneis, sowie Bauschutt angetroffen. Weiters wurde im nördlichen Bereich des Grundstückes auf einen verfüllten Keller gestoßen. Natürlich gewachsener Boden wurde nur in diesem Bereich und zwar erst in einer Tiefe von ca. 4 m unter der Geländeoberkante angetroffen.
Die großen zu erwartenden Bodenpressungen des geplanten Gebäudes erforderten vor allem für den südlichen Bereich weitere Erkundungsmaßnahmen (Kernbohrungen, Laboranalytik), um die Tiefe und die Art des Verfüllungsmaterials und damit die Gründungsmaßnahmen eruieren zu können.
Drei Kernbohrungen und mehrere Laboranalysen an Bohrkernproben wurden durchgeführt. Diese zeigten, dass bis in größere Tiefen mit heterogenen Anschüttung zu rechnen ist und deshalb eine Tiefgründung für das geplante Gebäude erforderlich ist. In Zusammenarbeit mit dem für die Statik beauftragen Büro wurde in der Folge ein Pfahlgründungskonzept mittels Großbohrpfählen erarbeitet.
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